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Dies ist ein Ausschnitt aus einem Stadtplan von Wien von 1927. Die rote Linie in der Mitte zeigt den Verlauf der Straßenbahn Wien – Pressburg.

imageDiese direkte Verbindung zwischen Wien und dem heutigen Bratislava in der Slowakei gibt es nicht mehr.

Die Pressburger Bahn wurde Anfang 1914 in Betrieb genommen, es war eine der frühen elektrifizierten Bahnverbindungen in Österreich. Der Strom kam aus dem Dampfkraftwerk Wien-Simmering, rechts unten im Bild. Die Bahn fuhr nahe dem damaligen Wiener Hauptzollamt ab, oben links im Bild. Heute ist hier der Bahnhof Wien Mitte.

In Niederösterreich fuhr die Bahn südlich der Donau über Kaiser Ebersdorf, Schwechat, Fischamend, Maria Ellend, Petronell, Deutsch-Altenburg und Hainburg bis ins -damals in der ungarischen Reichshälfte liegenden- Engerau/ ungarisch Pozsonyligetfalu / heute Petržalka, und schließlich bis in die Innenstadt von Pressburg/Bratislava.

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Als tatsächliche Straßenbahn auf Straßenniveau war die Bahn nur innerhalb der beiden Städte unterwegs, auf dem Hauptteil der Strecke dagegen, durch Niederösterreich, als Eisenbahn. Hierfür wurde die bestehende Strecke der k.k.Staatsbahnen elektrifiziert.

Die Fahrt dauerte zwischen zwei und fast drei Stunden, zweimal musste die Lokomotive gewechselt werden. Nach dem Ende der Monarchie wurde der Betrieb eingeschränkt fortgeführt, 1935 eingestellt.

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Aus dem Dienstbuch der Wiener Sicherheitswache, 1927.

 

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